Welchen Schutz gibt es vor jugendgefährdenden Inhalten im Netz?

Kinder und Jugendliche sollen vor Inhalten mit jugendgefährdendem pornographischem Inhalt geschützt werden. Die Anbieter solcher Seiten sind daher unter Androhung von Strafe verpflichtet, den Zugriff auf diese Seiten zu beschränken und diesen nur Erwachsenen zu gewähren.

Dies soll durch die Verwendung so genannter Altersverifikationssysteme (AVS) geschehen. Nach Ansicht der Kommission für Jugendmedienschutz bietet ein System nur dann hinreichende Sicherheit, wenn der Zutritt zu der geschlossenen Benutzergruppe über eine Volljährigkeitsprüfung erfolgt, die einen persönlichen Kontakt erfordert, so z.B. ein Post-Ident-Verfahren. Zweitens müsse auch bei jedem Bestellvorgang eine Authentifizierung erfolgen. Jedoch werden AVS zum Teil ohne persönlichen Kontakt verwendet, so z.B. durch die Abfrage von Personalausweis- oder Kreditkartennummern. Hier besteht das Risiko, dass ein AVS umgangen werden kann. Zudem sind ausländische Seiten mit pornographischem Inhalt oft ohne Beschränkungen abrufbar.

Insofern ist zusätzlicher Schutz immer dann erforderlich, wenn auch Kinder den Computer nutzen. Die Installation eines Filterprogramms sollte nicht fehlen. Filterprogramme blockieren entweder Internetseiten, die bestimmte Stichwörter enthalten oder verhindern den Zugang zu bestimmten auf einer „schwarzen Liste“ stehenden Seiten. Solche Filterprogramme können Sie im Netz kostenlos oder auch kostenpflichtig finden. Computerzeitschriften berichten immer wieder über die Qualität von Filterprogrammen und bieten zum Teil selbst Software an. Ferner verkaufen auch die Zugangsprovider (wie z.B. AOL, T-Online oder Arcor) Filterprogramme.

Doch können weder Zugangsbeschränkungen noch Filterprogramme einen umfassenden Schutz bieten. Zumal da der computerversierte Nachwuchs nicht selten ohne große Mühe Filterprogramme umgehen kann.

Die Kontrolle der Eltern kann also durch technische Vorkehrungen keinesfalls ersetzt werden! Schauen Sie daher Ihren Kindern immer wieder beim Surfen über die Schulter und reden Sie mit Ihren Kindern offen über die Gefahren des Internet. Suchen Sie mit Ihrem Kind gemeinsam nach interessanten Seiten und beobachten Sie das Verhalten Ihres Kindes vor allem in Chat – Räumen.

 

 

Interessante Links zum Thema Minderjährige und Internet:

www.polizei-beratung.de - Bundesweites Präventionsprogramm der Polizei

www.jugendschutz.net - Gemeinsame Stelle für den Jugendschutz aller Länder

www.bayern.jugendschutz.de - Aktion Jugendschutz Landesarbeitsstelle Bayern e.V.

www.blinde-kuh.de - Suchmaschine für Kinder mit Tipps für Eltern und Kinder

www.internet-abc.de - Internet-ABC e.V. Portal für Kinder und Eltern

www.klicksafe.de - Safer Internet Programm mit Tipps für Kinder, Jugendliche, Eltern und Pädagogen